Hilf dir selbst mit EFT – auch Klopftechnik – genannt!

Wenn du dich jetzt entschieden hast, selbst gegen deine Ängste, Phobien oder störende Emotionen wie Wut, Trauer, Neid, Hass, Ärger, Eifersucht, Stress bis hin zu negativen Glaubenssätze („ich bin wertlos“, „ich schaff das nicht“, „das Leben ist ungerecht, anstrengend“,…) vorzugehen, dann wirst du dich über dieses nützliche Tool freuen.

Denn EFT (Emotional Freedom Techniques) auch Klopftechnik oder Klopfakupressur genannt, ist eine höchst wirksame Methode um emotionale Veränderungen zu erzielen. Noch dazu brauchst du kein Geld ausgeben, wenn du effektiv an dir und deinen Zielen arbeiten möchtest.

Um was geht es bei EFT genau?

Bei EFT werden professionelle Techniken, wie das Wissen der chinesischen Akupunktur, mit dem Wissen aus der Psychologie, verknüpft.
Du hast sicher schon etwas von Akupunktur gehört, oder?
Bei EFT handelt es sich um einen vereinfachte Akupunktur, man könnte auch sagen eine psychologische Akupunktur. Keine Angst, mit Nadeln hat das nichts zu tun. Es werden bestimmte bioaktive Punkte (Meridiane) geklopft und dabei stimuliert.
EFT kann sehr leicht, auch von medizinischen Laien, durchgeführt werden und ist eine der wirksamsten Selbsthilfetechniken die es gibt.

Wann kann EFT angewendet werden?

EFT ist immer anwendbar und kann bei jedem eingesetzt werden.
Der große Vorteil ist, dass es sehr einfach zu erlernen ist und es kann nichts falsch gemacht werden, nur richtig.

Besonders gut eignetsich EFT bei allen negativen Emotionen (Achtung: Emotionen sind nie negativ, sie haben immer die Aufgabe uns darauf hinzuweisen, dass etwas nicht im Gleichgewicht ist. Sie sind körperliche Signale, die beachtet werden sollten und geheilt werden möchten.)
Seelische Probleme und Belastungen wie Ängste & Phobien, Depressionen, Traumatisierungen, belastende Erinnerungen, Wut, Ärger, Frustration, Überforderung, Schuld und vieles mehr.
Aber auch zur Persönlichkeitsentwicklung, beim Lösen von Erfolgsblockaden oder unbewusste Ängste, unterstützt und hilft EFT nachhaltig.  

Warum funktioniert EFT so zuverlässig?

Experten sind sich noch nicht darüber im Klaren warum EFT derart gut funktioniert, aber alle sind sich einig, dass es funktioniert.
Die Wirksamkeit von EFT wurde in vielen wissenschaftlichen Untersuchen bestätigt und es zeigt sich ein großer Vorteil, gegenüber herkömmlichen Therapien (z.B. gesprächsorientierte Methoden).

Die Grundannahme bei EFT ist jene, dass (fast) jede körperliche oder psychische Erkrankung mit unverarbeiteten (negativen) Emotionen aus der Vergangenheit in Verbindung steht. Dadurch entstehen seelische Blockaden. Durch das Klopfen gewisser Meridianpunkte (Meridiane sind Energiebahnen im Körper), werden Störungen im Meridiansystem bearbeiten, gelöst und das energetische System kann wieder frei fließen und ist in Balance. Die westliche Erklärung ist mehr die, dass durch das Klopfen und das Bewusstwerden sowie zulassen der Problematik, gewisse automatisch ablaufende Muster unterbrochen werden.
Wie auch immer und was auch immer nun genau die Wirksamkeit ausmacht, für uns zählt der Erfolg und der ist bei kontinuierlicher Anwendung gewiss. Am besten du überzeugst dich selbst davon.

Die 9 Klopfpunkte bei EFT:

Bei EFT werden nur einige wenige besonders effektive Punkte verwendet. Diese werden mit den Fingern, der Reihe nach, durch klopfen stimuliert.
Folgende Punkte kommen zum Einsatz:

  1. Handkantenpunkt oder Karatepunkt
Punkt der sich an der Handkante befindet, ca. in Höhe der Lebenslinie. Wenn du deine Hand zu einer leichten Faust ballst, wirst du die Falte an der äußeren Handkante bemerken. Es ist der Punkt, mit dem Karatekämpfer Ziegel oder Balken teile.
  1. Augenbraue
Direkt am Beginn deiner Augenbraue.
  1. Seitlich des Auges
Direkt neben deinem Auge, auf dem äußeren, seitlichen, knöchernen Rand, dem Jochbein.
  1. Unter dem Auge
Direkt unterhalb des Auges, mittig vom Auge (unter der Pupille). Auch wieder am Jochbein, dem knöchernen unteren Rand.
  1. Unter der Nase
Zwischen der Nase und der Oberlippe.
  1. Unter der Lippe
Zwischen Unterlippe und Kinn, mittig.
  1. Schlüsselbein
Knapp unterhalb des Schlüsselbeins, Richtung Körpermitte.
  1. Unter dem Arm
Unterhalb der Achselhöhle, seitlich deines Brustkorbes, höhe Brustwarze.
  1. Auf dem Kopf
Am höchsten Punkt deinen Kopfes, mittig.

 

Was muss ich da genau tun?

Der eigentliche Vorgang bei EFT:

Im Wesentlichen sind es nur 3 Schritt die bei EFT wichtig sind. Lies dir diese genau durch, dann wirst du verstehen wie du diese Technik sofort einsetzten kannst.

1. Benenne das Problem und schätze die Intensität ein

Hier benennst du dein Problem (z.B. Angst, Ärger, Kopfschmerz, Sorgen, Schlafschwierigkeiten, etc.) 
Nehmen wir das Beispiel Angst.
Du gibst der Angst einen Namen: z.B. Angst vor öffentlichen Reden, Höhenangst, Angst vor dem Fliegen, Angst vor Hunden, Angst vor der Schule, Angst zu versagen, Angst vor dem Autofahren, Angst verlassen zu werden, etc.

Dann schätzt du die Intensität deiner Angst auf einer Skala von 0 bis 10 ein.
0 bedeutet, dass keine Angst vorhanden ist.
10 hingegen ist die schlimmste Angst die du dir vorstellen kannst.
Zum Beispiel: Angst vor öffentlichen Reden: 9, Höhenangst: 7, Angst vor dem Fliegen: 8, Angst vor Hunden:6,…

Wenn du dir unsicher bist nimm einfach den Zahlenwert der dir spontan in den Sinn kommt. Die Bestimmung der Intensität dient als Messerwert um nach der ersten Klopfrunde einen Vergleich zu haben, ob sich das negative Gefühl verändert hat.

2. Vorbereitung auf das Klopfen – Der Einstimmungssatz

Nun beginnst du deinen Kartepunkt zu klopfen. Dabei sagst du laut den Standartsatz:

„Auch wenn ich (Problem einsetzen) _____________ habe, liebe und akzeptiere ich mich, von ganzem Herzen, so wie ich bin.“

Wiederhole deinen Satz 3x laut und klopfe dabei leicht mit mehreren Fingern den Karatepunkt.

Wichtig ist, dass du mit dem Problem Kontakt aufnimmst. Es ist hilfreich, wenn du dir folgende Fragen dazu stellst:
„Wie fühlt es sich an, wenn ich daran denke?“
„Welche Gefühle werden in mir ausgelöst?“
„Gibt es vielleicht auch körperliche Symptome die du spürst wenn du an dein Problem denkst (z.B. Verspannung im Nacken, Bauch zieht sich zusammen, mir wird heiß,…)

Aus psychologischer Sicht entstehen hierbei zwei wichtige Dinge:
1) Du gestehst dir ein, ein bestimmtes Problem zu haben. Das ist der erste Schritt zur Veränderung. Ohne dieses Eingeständnis kannst du es auch nicht überwinden.
2) Mit der Aussage „liebe und akzeptiere ich mich“, zeigst du, dass du dich auch schätzt trotz des Problems.

Nun noch einige Beispiel zu den Einstimmungssätzen:
„Auch wenn ich Angst habe ein Referat zu halten, liebe und akzeptiere ich mich, von ganzem Herzen, so wie ich bin.“ (Bsp. Angst vor öffentlichen Reden)
Auch wenn ich Angst habe auf einen Berg zu gehen und dabei hinunter zu stürzen, liebe und akzeptiere ich mich, von ganzem Herzen, so wie ich bin.“ (Bsp. Höhenangst)
Auch wenn ich Angst habe ich könnte mit dem Flugzeug abstürzen, liebe und akzeptiere ich mich, von ganzem Herzen, so wie ich bin.“ (Bsp. Flugangst)
„Auch wenn ich Angst habe eine Panikattacke in der Öffentlichkeit zu bekommen, liebe und akzeptiere ich mich, von ganzem Herzen, so wie ich bin.“ (Bsp. Panikattacken)
„Auch wenn ich riesen Wut auf meinen Chef habe und mich ungerecht behandelt fühle, liebe und akzeptiere ich mich, von ganzem Herzen, so wie ich bin.“ (Bsp.: Emotion Wut)
„Auch wenn ich nachts nicht schlafen kann und immer wieder aufwache, liebe und akzeptiere ich mich, von ganzen Herzen, so wie ich bin.“ (Bsp. Schlafstörungen)

3. Das Klopfen

Jetzt klopfst du nach der Reihe alle Behandlungspunkte und denkst weiter an dein Problem. Beginn bei der Augenbraue und ende beim Kopf. Klopfe jeden Behandlungspunkt leicht und rasch (in einer Frequenz von 3-5 Berührungen pro Sekunde ein paar Sekunden lang). Die genaue Anzahl ist nicht wichtig, mach dir darüber nicht so viele Gedanken.
Zusätzlich wiederholst du innerlich oder laut, bei jedem Behandlungspunkt, eine kurze Erinnerungsphrase, wie z.B. Angst, Referat, Berg, Panikattacke,…irgendein Wort, welches du mit deiner Problematik in Verbindung bringst.
Nach dem du alle Behandlungspunkte durchgeklopft hast ist die erste Runde abgeschlossen.

Lehne dich zurück und atmen einmal tief durch.
Beurteile nun nach der ersten Klopfrunde erneut dein Problem. Schau wie weit sich die Intensität, die du vorher einschätzt hast (auf deiner Skala 0 – 10), verringert hat.

Eventuell erneute Klopfrunde

Du wirst erstaunt sein. Sehr häufig hat sich die Intensität bereits nach der ersten Klopfrunde verringert. Beurteile nun dein Problem erneut auf einer Skala von 0 – 10. Wenn der Wert noch höher als 3 ist, dann wiederhol die Schritte 1 – 3 nochmals. Klopfe erneut eine Runde. Verwende folgenden Satz, der nun leicht verändert ist:

„Auch wenn ich immer noch (Problem einsetzen) _____________ habe, liebe und akzeptiere mich, von ganzem Herzen, so wie ich bin.“

Bei jeder Klopfrunde beurteile die Intensität wieder aufs Neue. Klopf so lange bis der Wert der Intensität auf 2,1, oder 0 ist.

Was muss ich sonst noch beachten?

Formuliere dein Problem so konkret wie möglich.
Es ist hilfreich, wenn du dein Problem in verschiedenen Teilaspekten behandelst.
Oft ist es sinnvoll in mehreren Runden unterschiedliche Aspekte zu klopfen.

Zum Beispiele: Du möchtest die Angst vor öffentlichen Reden behandeln. Dann klopfst du in mehreren Runden alle Gefühle die dir zu der Angst einfallen:

  • Angst vor der Blamage
  • Angst, ausgelacht zu werden
  • Angst was falsches zu sagen
  • Angst, dass mir nichts mehr einfällt
  • Angst, dass ich rot werde
  • Angst jemand könnte den Raum verlassen
  • Angst vor negativer Bewertung anderer Personen
  • Angst, die Zuhörer könnten sich langweilen

Beipiel Flugangst:

  • Angst, abzustürzen und sich schwer zu verletzten
  • Angst, ausgeliefert zu sein
  • Angst vor Schmerzen
  • Angst vor dem Krankenhaus
  • Angst vor dem Tot
  • Angst, hilflos zu sein

Vor allem bei komplexeren Ängsten ist es wichtig, dass auch die tatsächlichen Ängste so konkret wie möglich ausgesprochen und alle dazu gehörigen Gefühle geklopft werden.

Viel Spaß beim Klopfen! Wir freuen uns über Erfolgserlebnisse!